Glühwein im Schein tausender Lichter, Lebkuchenduft und Altstädte wie aus dem Bilderbuch: Ein Kurztrip zu einem Weihnachtsmarkt gehört zu den schönsten Reisen des Jahres – und die meisten Ziele erreichst du in ein bis zwei Flugstunden.
Wir haben die acht Weihnachtsmärkte ausgewählt, für die sich eine eigene Reise lohnt: von den Klassikern in Wien und Nürnberg bis zu Geheimtipps wie Zagreb, das mehrfach zum besten Adventsmarkt Europas gewählt wurde.
Zu jedem Markt findest du die voraussichtlichen Termine 2026, was du probieren solltest und wie du Gedränge vermeidest. Wichtig: Viele Veranstalter bestätigen ihre Daten erst im Herbst – prüfe die genauen Öffnungszeiten kurz vor der Reise.

1. Wien: Christkindlmarkt am Rathausplatz
Wien ist im Advent eine einzige Bühne: Rund ein Dutzend Märkte verteilen sich über die Stadt. Der bekannteste liegt vor dem beleuchteten Rathaus, voraussichtlich vom 13. November bis 26. Dezember 2026. Romantischer und ruhiger sind der Markt am Spittelberg zwischen Biedermeierhäusern und der Weihnachtsmarkt vor Schloss Schönbrunn, der bis 6. Januar geöffnet hat.
Probieren: Punsch statt Glühwein, Maroni und Kaiserschmarrn. Tipp: Unter der Woche am frühen Abend kommen, dann ist es deutlich entspannter. Alles für deinen Wien-Trip findest du in unserem Reiseplaner Wien.
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2. Nürnberg: Christkindlesmarkt
Der Christkindlesmarkt ist einer der ältesten und berühmtesten Weihnachtsmärkte der Welt. 2026 öffnet er vom 27. November bis 24. Dezember auf dem Hauptmarkt – feierlich eröffnet vom Nürnberger Christkind auf der Empore der Frauenkirche.
Hier gibt es bewusst keine Plastikdeko, sondern Handwerk: Rauschgoldengel, Zwetschgenmännla und Holzspielzeug. Pflicht sind drei Nürnberger Rostbratwürste im Weggla und echte Elisenlebkuchen.
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3. Straßburg: die „Hauptstadt der Weihnacht“
Straßburg nennt sich selbst „Capitale de Noël“ – zu Recht. Der Christkindelsmärik gilt als ältester Weihnachtsmarkt Frankreichs und verteilt sich voraussichtlich vom 27. November bis 24. Dezember auf rund ein Dutzend Plätze der Altstadt. Der riesige Weihnachtsbaum steht auf der Place Kléber.
Probieren: Bredele (elsässisches Weihnachtsgebäck), Flammkuchen und Vin chaud blanc. Tipp: Das nahe Colmar mit seinen Fachwerkgassen ist eine perfekte Ergänzung für einen zweiten Tag.
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4. Prag: Altstädter Ring
Vor der Teynkirche und der Astronomischen Uhr steht einer der stimmungsvollsten Weihnachtsbäume Europas. Der Markt auf dem Altstädter Ring läuft voraussichtlich von Ende November bis 6. Januar 2027, ein zweiter großer Markt liegt am Wenzelsplatz.
Probieren: Trdelník (Baumstriezel), Prager Schinken vom Spieß und Medovina (Honigwein). Prag ist zudem eines der günstigsten Ziele dieser Liste – ideal für einen Wochenendtrip.
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5. Budapest: Vörösmarty tér & Basilika
Budapest hat gleich zwei Top-Märkte: den klassischen am Vörösmarty tér und den vor der St.-Stephans-Basilika, wo regelmäßig eine Lichtshow über die Fassade läuft. Beide öffnen voraussichtlich ab Mitte/Ende November und bleiben bis Neujahr.
Probieren: Kürtőskalács (Baumkuchen vom Spieß), Lángos und Forralt bor. Unser Tipp: Den Abend in einem der Thermalbäder ausklingen lassen – Széchenyi und Gellért haben auch im Winter geöffnet.
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6. Zagreb: Advent in Zagreb
Der Geheimtipp dieser Liste: Advent in Zagreb wurde mehrfach zum besten Weihnachtsmarkt Europas gewählt. Statt eines Marktes verwandelt sich die ganze Innenstadt – vom Ban-Jelačić-Platz über den Zrinjevac-Park bis in die Oberstadt. Er läuft meist von Ende November bis Anfang Januar.
Probieren: Fritule (kleine Krapfen), Würstchen vom Grill und Kuhano vino. Die Preise sind spürbar niedriger als in Wien oder Salzburg.
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7. Salzburg: Christkindlmarkt am Dom
Zwischen Dom und Residenzplatz, mit der Festung Hohensalzburg im Hintergrund, steht einer der schönsten Märkte Österreichs. Er öffnet voraussichtlich um den 19. November und bleibt bis Neujahr. Rund um den 5. Dezember ziehen bei den Krampusläufen furchterregende Gestalten durch die Stadt.
Tipp: Für ein besonderes Erlebnis lohnt ein Adventskonzert auf der Festung – oder ein Abstecher zum ruhigeren Adventmarkt im Schlosspark Hellbrunn.
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8. Kopenhagen: Weihnachten im Tivoli
Der Tivoli – einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt – verwandelt sich im Advent in ein Lichtermeer mit Weihnachtsständen, Fahrgeschäften und Hunderttausenden Lämpchen. Geöffnet ist er meist von Mitte November bis Anfang Januar.
Probieren: Gløgg und Æbleskiver (kleine Pfannkuchenbällchen). Kopenhagen ist das teuerste Ziel dieser Liste – dafür bekommst du hyggelige Stimmung pur.
Tipps für deinen Weihnachtsmarkt-Trip
Früh buchen: Hotels in Wien, Nürnberg und Straßburg sind an Adventswochenenden oft Wochen vorher ausgebucht. Unter der Woche ist es deutlich günstiger und leerer.
Tassenpfand: Fast überall zahlst du Pfand für die Glühweintasse – entweder zurückgeben oder als Souvenir behalten.
Warm anziehen: Abends wird es auf offenen Plätzen schnell kalt. Mehrere Schichten und feste Schuhe sind Pflicht.
Bargeld dabei: Die meisten Stände nehmen Karte, kleinere Buden aber nicht immer.
Häufige Fragen
Wann öffnen die Weihnachtsmärkte 2026?
Die meisten großen Märkte öffnen zwischen Mitte und Ende November. Nürnberg startet am 27. November 2026, Wien voraussichtlich schon am 13. November.
Welcher Weihnachtsmarkt ist am günstigsten?
Zagreb, Budapest und Prag sind deutlich günstiger als Wien, Salzburg oder Kopenhagen – sowohl bei Hotels als auch bei Essen und Getränken.
Welche Weihnachtsmärkte haben nach dem 24. Dezember geöffnet?
Prag, Budapest, Zagreb, Salzburg und Kopenhagen bleiben meist bis Neujahr oder Anfang Januar geöffnet, ebenso der Markt vor Schloss Schönbrunn in Wien.
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