Wein & Kulinarik in Bulgarien: Ein Genussguide

Pipers Brook Vineyard wine grape harvest panorama, vintage 2015

Bulgarien gehört zu den ältesten Weinbauregionen der Welt – schon die Thraker kelterten hier vor Jahrtausenden. Dass das Land kulinarisch unter dem Radar fliegt, ist ein Glücksfall für alle, die vor den Massen ankommen wollen.

Plovdiv: Genuss in Europas ältester Stadt

Plovdiv ist älter als Rom und Athen – und Bulgariens Genusshauptstadt. Im Künstlerviertel Kapana reihen sich Weinbars, Craft-Beer-Läden und moderne bulgarische Küche aneinander. Pflichtprogramm: Food-Tour durch die Altstadt, danach Sonnenuntergang im römischen Theater. Die Weingüter Thrakiens um Brestovitsa gelten als Bulgariens Antwort auf die Toskana.

Melnik: Wein zwischen Sandpyramiden

Bulgariens kleinste Stadt liegt spektakulär zwischen bizarren Sandsteinformationen. Die lokale Rebsorte Schiroka Melnischka Losa wächst nur hier – Verkostungen finden teils in jahrhundertealten Felsenkellern statt. Kombiniere Melnik mit dem nahen Rozhen-Kloster.

Diese Gerichte musst du probieren

Schopska-Salat (Tomaten, Gurken, Schafskäse), Banitsa (Blätterteig mit Käse), Kavarma (Schmortopf), Tarator (kalte Joghurt-Gurken-Suppe) – und Rakia, der Obstbrand zum Salat. Bulgariens Joghurt ist Weltklasse: Das Bakterium Lactobacillus bulgaricus trägt das Land im Namen.

Rosenernte im Rosental (Mai–Juni)

Bulgarien produziert einen Großteil des weltweiten Rosenöls. Zur Erntezeit kannst du bei Kazanlak frühmorgens mitpflücken, Destillerien besuchen und das Rosenfest erleben.

FAQ

Ist bulgarischer Wein gut? Boutique-Weingüter gewinnen regelmäßig internationale Preise – ab 8–10 Euro pro Flasche ab Hof.

Wann ist das Rosenfest? Jährlich Anfang Juni in und um Kazanlak.

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